Hallo Herr Schön,
über das Thema Schärfentiefe vs. Tiefenschärfe im sprachlichen Sinne, aber auch über den fachlichen Hintergrund, hatte ich vor einem knappen Jahr ein längeres Gespräch mit einer Reitgefährtin nach langem Ritt. Wir kannten uns bereits seit Jahren, ich erfuhr jedoch erst auf einem Wanderritt von Berlin zur Ostsee beim abendlichen Ausschnauffen, daß sie vor einigen Jahrzehnten Kamera studiert und im Anschluß jahrelang in diesem Beruf gearbeitet hatte. Geschlecht, Aussehen und Alter der Dame ließen jedoch keinen Verdacht auf Spiegelbilder, Begegnungen der dritten Art oder einen geklonten Walter E. Schön zu, obwohl mich optisch und linguistisch einige Details sehr an Ihre Forumsbeiträge erinnerten. Das Jülich-Forum kannte sie jedoch nicht.
Die morgendliche Lektüre des aktuellen Vögel Artikels heute erinnerte mich ebenfalls an die Diskussion im Forum.
Vielleicht trifft folgendes zu: Es gibt im Bereich Produktmanagement der Carl Zeiss Sports Optics GmbH einen engagierten Mitarbeiter mit dem Namen Walter Schwab, der u.a. Produktvorstellungen durchführt, Vorträge hält und in meinem Fall auch einmal eine Kundenanfrage zu einem älteren Zeiss Produkt beantwortet hat. Als Gewinner eines Zeiss Fotowettbewerbs ist er vielleicht auch fotografisch interessiert. Dafür spräche, daß in der letzten Ausgabe von Vögel ein Artikel über Schärfentiefe beim Fotografieren von Walter J. Schwab zu lesen war. Kurzum, daß die Mitarbeiter der guten Hersteller im Forum mitlesen, wissen wir ja. Die grundlegenden physikalischen Zusammenhänge werden die fitten unter ihnen natürlich selbst sehr gut und besser als einige von uns kennen. Ein plastischer Erklärungsansatz oder eine sprachlich elegante Darstellungsform bleiben oft unbewußt hängen und sollten von uns, treten sie im Zusammenhang mit der Darstellung von Grundwissen (für Optikexperten) auf, nicht überbewertet werden. Oder lesen Sie vielleicht schon länger Artikel von Herrn Schwab? :o)
Nicht extra erdige, garantiert gentechnisch unbedenkliche, nüchterne und humorvolle Grüße,
Jan Münzer